Wurzeleinwuchs: Probennahme und Versand

Wurzeldurchzogener Boden

Wurzeldurchsetzter Boden

Wer zahlt den Schaden durch Wurzeln von fremden Bäumen auf meinem Grundstück? Wurzeln die auf dem eigenen Grund Schäden verursachen sollten Sie nicht einfach entsorgen. Diese Wurzeln dienen als Nachweis für die Frage, welcher Baum den Schaden verursacht hat. Sie sind die Basis für möglichen Schadensersatz. Wurzeln im Abwasserkanal oder anderer Infrastruktur führen oft zu teueren Sanierungsschäden. Ist der Kanal verstopft oder beschädigt muss er zwangsläufig repariert werden. Besteht der Verdacht, dass der Baum der den Wurzeleinwuchs verursacht hat, nicht auf dem eigenen Grundstück steht, so kommt unmittelbar die Frage der Haftung auf. Voraussetzung ist allerdings der gerichtsfeste Baumnachweis durch ein Fachlabor wie das unsrige.

Ablauf zum Baumnachweis bei Wurzeleinwuchs

Unser Fachlabor identifiziert durch eine gerichtsfeste Methode den verursachenden Baum. Über ein mehrschrittiges Verfahren, dem sogenannten genetischen Fingerabdruck, werden bestimmte Abschnitte der DNA von Wurzel und Bäumen oder Gehölzen verglichen, ähnlich dem kriminalistischen Daumenabdruck. Passen die genetischen Muster überein, so ist der Baum, der den Wurzeleinwuchs verursacht hat gefunden. Diese Untersuchung ist der Goldstandard bei Gerichten, Versicherungen und Gemeinden.

Seit vielen Jahren führt das Institut Dr. Ziemer diese Untersuchungen bei Wurzeleinwuchs durch. Damit die Proben auch sicher ankommn und weder falsch-positive noch falsch-negative Ergebnisse herauskommen, gibt es einiges zu beachten. Im folgenden wollen wir darauf eingehen, was genau zu beachten ist. Eine genaue Anleitung zur Probennahme selbst finden Sie hier. Der Gesamtablauf sieht dann so aus:

  1. Wurzeln sichern

    Abhängig vom Ord des Wurzeleinwuchses, werden die Wurzeln heraus gefräst oder heraus getrennt. Wichtig ist dabei, dass das Werkzeug vorher sauber und möglichst gereinigt ist, damit keine fremden Pflanzenpartikel mit geborgen werden, das könnte sonst zu falschen Ergebnissen führen. Das ist also ein wichtiger Punkt.
  2. Referenzproben sichern

    Alle Bäume oder Gehölze im Umkreis von bis zu 40 m können als Verursacher für den Wurzeleinwuchs in Frage kommen. Von den jeweiligen Referenz- bzw. Baumproben benötigen wir ein oberirdisches Stück. Ein Ästchen, Blatt, Knospe oder Blüte, je nach dem was die Jahreszeit so hergibt. Bitte keine Rinde, diese enthält kaum oder keine verwertbare DNA.
  3. Wurzeln und Baumproben verpacken

    Wurzeln aus dem Wurzeleinwuchs sollen weitgehend trocken sein. Am Besten in Küchen- oder Zeitungspapier eingewickelt und in einen Umschlag gesteckt, Öffnungen links und rechts am Umschlag werden zusätzlich mit Klebeband verklebt, damit auf dem Postweg auch kleinste Partikel weder in noch aus der Tüte können. Diese Verpackungsweise gilt auch für die Referenzproben. Beschriften Sie das Kuvert bitte eindeutig.
  4. Skizze anfertigen

    Eine Skizze ist wichtig, um die Gesamtsituation einschätzen zu können. Manchmal finden sich Wurzelproben, deren Bäume schon längst umgeschlagen sind, sozusagen als Zufallsfund, andere Bäume sind sich genetisch so ähnlich, dass das für die Untersuchung eine Rolle spielt. Mit einer Skizze soll ein Gesamtüberblick möglich sein. Aus der Skizze sollte hervorgehen, wie weit in etwa, die jeweiligen Bäume entfernt sind.
  5. Proben versenden

    Die einzelnen Probenumschläge werden verpackt und zu den jeweiligen Proben kommt ein Auftragsformular hinzu. Noch eine wichtige Sache! Keinesfalls sollten die Proben in Plastikbeutel oder andere Gefäße verpackt werden, aus denen die Feuchtigkeit aus den Proben nicht entweichen kann. Die Proben könnten verschimmeln, sich Fadenwürmer und anderes Getier bilden. 
  6. Belastbare Zeugen

    Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, bittet einen unabhängigen Zeugen dazu, der die Probennahme mit beobachtet und im Falle auch bezeugen kann.

Hier geht es zur Broschüre, die Sie sich kostenfrei und ohne Anmeldung herunterladen können: Broschüre Wurzeln [PDF]

Fazit

Eine gute Probennahme ist wichtig für die Untersuchung zum Nachweis des verursachenden Baumes bei Wurzeleinwuchs. 

Weitere Informationen in unseren FAQs oder auf unserem Blog oder unter der 089 45 45 51 6 – 0