Normen für eine erfolgreiche Sanierung

Schimmelpilzsporen sind weit verbreitet und kommen auch in Innenräumen vor. Nach einer Studie der Universität Jena ist ein Fünftel aller Wohnungen in Deutschland mit Schimmelpilzen befallen. Schimmelpilzsporen sind mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen. Ihre Größe beträgt weniger als 10ym. Normen sind für eine erfolgreiche Sanierung unverzichtbar. Das Umweltbundesamt mit seinem Leitfaden für Schimmelpilzsanierung ist ein wichtiges Werk auf dem die Bewertung von Schimmelpilzen im Labor basiert. Die Auswertung erfolgt in aller Regel nach dessen Kategorien. In der Schimmelpilzsanierung gibt es darüber hinaus noch weitere klare Normen, die für ein erfolgreiches Sanierungskonzept herangezogen werden.

Bei Feuchteschäden mit Schimmelpilzen bei Raumluftuntersuchungen und Holzschutz sind diese Normen für eine erfolreiche Schimmelpilzsanierung entscheidend. Diese standartisierten Verfahren für Probenahme, Nachweis und Zählung von Schimmelpilen oder auch die Strategie zur Probennahme sind wichtig sowohl für eine Bewertung als auch für die Maßnahmen der Sanierung von Schäden in Innenräumen. Nach Schäden durch eintretende Feuchtigkeit ist es wichtig bei der Beseitigung eines Schadens normgerecht vorzugehen. Gesunde Innenräume brauchen klare Normen. Diese schaffen Orientierung, Sicherheit und Vergleichbarkeit. Gleichzeitig wirken viele Regelwerke komplex und schwer verständlich.

Wir, das Institut Dr. Ziemer, erklären in diesem Beitrag relevante Normen verständlich und arbeiten nach ihnen fachgerecht im Labor. Dadurch gewinnen Eigentümer, Gutachter und Sanierungsbetriebe belastbare Entscheidungsgrundlagen. Im Folgenden werden wir die wichtigsten Normen kurz erläutern.

 

Norm DIN ISO 16000 bei Schimmelpilzschäden

Zu den wichtigen Normen für eine erfolgreiche Sanierung gehört die DIN ISO 16000. Die Unterblätter beschreiben standardisierte Vorgehensweisen. Sie regelt unter anderem die Probenahme, die Analytik und die Bewertung von Schimmelpilzen aus der Luft und anderen Materialien. So können Kontaminationen erfasst werden. Zudem sorgt die Norm für Vergleichbarkeit zwischen Messungen. Auch Gerichte und Versicherungen halten sich bei Streitfällen an die einschlägigen Leitfäden und Normen. Deshalb profitieren Eigentümer, Bauherren, Sanierungsbetriebe und Behörden gleichermaßen. Das Institut Dr. Ziemer analysiert Proben im Labor fundiert. So entstehen belastbare Ergebnisse, die klare Handlungsempfehlungen und notwendige Sanierungskonzepte ermöglichen.

 

DIN 68800-4: Holzschutz nach Leitfaden des Umweltbundesamtes

Neben den Schimmelpilze können sich nach einem Wasserschaden auch Holzzersötrende Pilze in Innenräumen breit machen. Die DIN 68800-4 legt den Fokus auf Bekämpfungsmaßnahmen gegen Holzzerstörende Pilze und Insekten sowie deren Sanierungsmaßnahmen. In erster Linie geht es auch hier um den Echten Hausschwamm (Serpula lacrymans) mit seinem großen Zerstörungspotential. Er ist abzugrenzen zu seinem engen Verwandten, dem Wilden Hausschwamm (Serpula himantioides) dessen Zerstörungspotential nicht dem des Echten Hausschwamm entspricht. Es gibt nur wenige Merkmale, in denen sich die beiden Pilze unterscheiden. Deutlich unterscheiden sich die beiden in ihrem jeweiigen Sanierungskonzept. Deshalb empfiehlt sich eine laborbasierte Analyse vor jeder Maßnahme. Nur so kann die jeweils richtige Maßnahme ergriffen werden. Die Ergebnisse bestimmen welcher Sanierungsaufwand durchgeführt werden muss, um am Ende eine erfolgreiche Sanierung durchführen zu können. Das Institut Dr. Ziemer untersucht sowohl holzzerstörende Pilze als auch holzzerstörende Insekten, damit Entscheider dann die richtigen Maßnahmen einleiten können.

 

WTA-Merkblätter

Die Wissenschaftlich-Technische Arbeitsgemeinschaft (=WTA) für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege hat verschiedene Merkblätter für den Erhalt und zur Instandhaltung von Bauwerken herausgegeben. Beispielhaft wollen wir hier ein Merkblatt herausgreifen. Das Merkblatt WTA Merkblatt 1-2-21/D „Der Echte Hausschwamm – Erkennung, Lebensbedingungen, vorbeugede Maßnahmen, bekämpfende chemische Maßnahmen, Leistungsverzeichnis“.

Das Merkblatt ist ein Regelwerk, in dem in Ergänzung zur Norm DIN 68800-4 in der die einzelnen chemischen Maßnahmen beschrieben werden, die zur sach- und fachgerechten Bekämpfung erforderlich sind. Sachverständige, Sanierungsunternehmen oder Architekten finden darüber hinaus ausführlich die Erkennungsmerkmale und Lebensbedingungen des Echten Hausschwamms beschrieben. Holzzerstörende Pilze gefährden Bauholz erheblich. Seine Diagnose führt zu einer umfangreichen Sanierung, um ihn erfolgreich und dauerhaft zu entfernen. Das WTA-Merkblatt unterstützt Planer und Sanierer mit klaren Vorgaben nach einem möglichen Befall. Es definiert Diagnosemethoden, Sanierungsstrategien und Kontrollmaßnahmen.
Außerdem stellt das Merkblatt sicher, dass Sanierungen dauerhaft wirken. Dadurch lassen sich Folgeschäden vermeiden. Das Institut Dr. Ziemer untersucht befallene Materialien im Labor insbesondere auf Echten Hausschwamm und liefert Ergebnisse für eine gezielte und erfolgreiche Sanierung.

 

Institut Dr. Ziemer: Kompetenz durch Laboranalytik

Normen entfalten ihren Wert erst durch fachgerechte Anwendung. Deshalb kombiniert das Institut Dr. Ziemer wissenschaftliche Analytik mit verständlicher Beratung. Unsere Laboruntersuchungen liefern in Abhängigkeit des Probenzustands Klarheit, Sicherheit und Vertrauen. So entstehen gesunde Räume und nachhaltige Sanierungskonzepte.

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Antischimmelfarben – Ökotest warnt vor bedenklichen Bioziden

Schimmel im Haus sollte nachhaltig und professionell entfernt werden. Das überstreichen eines Schimmelschadens durch Antischimmelfarbe gehört nicht zu den professionellen Methoden um den Schimmel dauerhaft loszuwerden. Darüber hinaus enthalten diese Antischimmelfarben oft Biozide. In Form flüchtiger organischer Substanzen, können diese in die Raumluft gelangen. Dir Firma Ökotest hat sich im Herbst 2025 die Farben genauer angeschaut. Eine Schimmelsanierung aus professioneller hat sorgt dafür, dass die Feuchtigkeitsquelle behoben wird. Dann ist der Anstrich durch Antischimmelfarbe auch nicht notwendig.