Schimmelpilze – nicht beim Heizen geizen

Schimmelpilze – Temperatur und Feuchtigkeit im Auge behalten: So vermeiden Sie Schimmelbildung

Es ist noch nicht so lagen her, da wurde den Bürgern in Deutschland empfohlen im Winter mit der Heizung sparsam umzugehen. Besonders im Winter, wenn viele versuchen, Heizkosten zu sparen, kann das schnell zu einer feuchten Umgebung führen, die ideale Bedingungen für Schimmelpilze bietet. Doch wie kann man verhindern, dass sich Schimmel im eigenen Zuhause ausbreitet? Der Schlüssel liegt in der richtigen Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit.

Die richtige Raumtemperatur gegen Schimmel

Ein häufiges Problem im Winter ist das Absenken der Raumtemperatur, um Heizkosten zu sparen. Doch wer die Temperatur zu stark senkt, riskiert, dass sich Feuchtigkeit an den kalten Wänden und Fenstern absetzt, der schafft ein feuchtwarmes Klima, in dem Schimmelpilze bestens gedeihen können. Laut dem Umweltbundesamt sollte die Raumtemperatur nicht unter 16 °C sinken, um das Risiko von Schimmelbildung zu vermeiden. Zu niedrige Temperaturen in Kombination mit hoher Luftfeuchtigkeit sind der ideale Nährboden für das Ausbreiten von Schimmelpilzen.

Feuchtigkeit als Ursache bei Schimmelbildung

Schimmel benötigt vor allem eines: Feuchtigkeit. Und die entsteht in jedem Haushalt. Allein durch das Atmen, Schwitzen, Duschen oder Kochen gibt der Mensch täglich jede Menge Feuchtigkeit ab. Eine vierköpfige Familie kann so täglich bis zu 15 Liter Wasserdampf erzeugen – genug, um den Raum ordentlich zu belasten, wenn nicht richtig belüftet wird. Um Schimmelbildung zu vermeiden, muss diese Feuchtigkeit aus den Innenräumen abgeführt werden. Ein deutliches Warnzeichen für eine hohe Luftfeuchtigkeit sind beschlagene Fensterscheiben oder feuchte Fensterrahmen. Diese sollten sofort abgewischt werden, um die Feuchtigkeit zu reduzieren.

Temperatur und Feuchtigkeit im Griff behalten

Die ideale Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen liegt normalerweise zwischen 40 und 60 %. Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit begünstigt Schimmel, während eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit das Raumklima unangenehm macht. Um die Bedingungen in den Räumen optimal zu kontrollieren, empfiehlt es sich, ein Thermometer mit Hygrometer zu nutzen. Diese Geräte sind bereits für wenige Euro im Baumarkt erhältlich und helfen Ihnen, die Raumklimawerte im Auge zu behalten. So können Sie rechtzeitig reagieren, wenn es zu feucht wird und Schimmelgefahr besteht.

Richtig heizen und lüften

Neben der richtigen Temperatur ist auch das Lüften von entscheidender Bedeutung. Regelmäßiges Stoßlüften sorgt dafür, dass überschüssige Feuchtigkeit aus den Räumen abgeführt wird. Öffnen Sie die Fenster für 5–10 Minuten, um einen Luftaustausch zu ermöglichen und die Luftfeuchtigkeit zu reduzieren. Vermeiden Sie es, die Fenster den ganzen Tag zu kippen, da dies nicht ausreicht, um die Feuchtigkeit effektiv abzuführen.

Fazit: Heizkosten sparen ja, aber richtig!

Wer im Winter Heizkosten sparen möchte, sollte nicht an der Raumtemperatur sparen. Eine konstante Temperatur von mindestens 16 °C sowie regelmäßiges Lüften sind unerlässlich, um Schimmelbildung zu verhindern. Achten Sie darauf, die Feuchtigkeit im Raum zu kontrollieren und reagieren Sie schnell auf feuchte Stellen. Sollte es anfangen muffig zu riechen, gibt es Anlass, das genauer zu untersuchen. Dann ist davon auszugehen, dass sich, vielleicht verdeckt irgendwo Schimmel breit gemacht hat. Sollten Sie eine verdächte Stelle finden, können Sie einen simplen und schnellen Test durch führen. Mit einem Hygrometer können Sie Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Blick behalten und Schimmelgefahren effektiv vermeiden.