Kennen Sie diese Holzzerstörer?
Holz ist ein vielseitiger Baustoff und wird zunehmend wichtig in der Bauindustrie. Andererseits ist er anfällig für Schäden durch Pilze und Insekten ist. Sowohl Pilze als auch Insekten können die Stabilität von Holzstrukturen massiv beeinträchtigen und im schlimmsten Fall zum plötzlichen Zusammenbruch von Balken, Decken oder Treppen führen. Daher ist es ratsam, Holzbauteile regelmäßig auf Anzeichen von Schäden zu überprüfen, um rechtzeitig eingreifen zu können.
Der Abbau des Holzes durch Pilze oder Insekten beginnt meist unauffällig und entwickelt sich zunächst im Verborgenen. Besonders Holzpilze benötigen häufig Feuchtigkeit, um sich zu vermehren. Ein Wasserschaden kann daher der ideale Nährboden für Pilze sein, auf Holzbauteilen ausbreiten. Wenn Sie den Verdacht haben, dass Pilze oder Insekten das Holz befallen haben, sollten Sie schnell handeln und eine Fachfirma für die Sanierung hinzuziehen. Je nach Art des Holzzerstörers ergreifen Experten unterschiedliche Sanierungsmaßnahmen. Daher ist es entscheidend, die genaue Ursache zu kennen.
Holzzerstörende Insekten: Erkennen, Bekämpfen und Vorbeugen
Neben Pilzen können auch Insekten massive Schäden an Holzstrukturen verursachen. Holzzerstörende Insekten, wie der Hausbockkäfer oder der Holzbohrer, machen sich oft unbemerkt an Holzbauteilen zu schaffen und können die Stabilität von Gebäuden erheblich beeinträchtigen. Im Gegensatz zu Pilzen zerstören diese Insekten das Holz direkt, indem sie Gänge und Tunnel bohren und das Material schwächen. Die Schädigung durch Insekten ist besonders tückisch, da sie lange Zeit unsichtbar bleiben kann, bis die Schäden bereits gravierend sind.
Holzzerstörende Insekten beginnen ihre Arbeit häufig im Inneren von Holz, wo sie ihre Eier ablegen. Die Larven schlüpfen und bohren sich durch das Holz, wodurch sie ihre charakteristischen Gänge hinterlassen. Besonders im Frühling und Sommer, wenn die Temperaturen steigen, werden die erwachsenen Insekten aktiv und fliegen aus. Dies äußert sich häufig durch kleine Löcher im Holz, aus denen die Insekten geschlüpft sind. In vielen Fällen ist dies der erste sichtbare Hinweis auf einen Befall.
Was krabbelt denn da – kennen Sie diese Holzinsekten?
Ein häufig vorkommender Holzzerstörer ist der Hausbockkäfer (Hylotrupes bajulus). Die Larven dieses Käfers fressen sich durch Holz und können vor allem in altem, feuchtem Holz großen Schaden anrichten. Besonders betroffen sind Dachstühle, Balken oder Möbel, die aus weichem oder lockerem Holz bestehen. Die befallenen Bereiche verlieren zunehmend ihre Tragkraft, was die Struktur gefährlich machen kann. Der Hausbockkäfer befällt häufig Holz, das länger Zeit in feuchten oder schlecht belüfteten Bereichen gelagert wurde.
Ein weiteres Beispiel für Holzzerstörer sind die Holzbohrer (Anobium punctatum). Auch sie legen ihre Eier in Holz und die Larven fressen sich durch das Material, was mit der Zeit zu erheblichen Schwächungen führt. Holzbohrer bevorzugen weiches, trockenes Holz und sind in Möbeln, Fußböden oder auch in alten Holzfenstern zu finden. Besonders in alten, unrenovierten Gebäuden ist die Gefahr eines Befalls durch Holzbohrer hoch.
Es kommen noch viele weitere Insekten hinzu, die das Holz für Ihre Eier und Larven benötigen. Die Identifikation von holzzerstörenden Insekten erfolgt in der Regel durch die Untersuchung von Holzproben oder durch die Suche nach Anzeichen wie kleinen Löchern und Ausflugsöffnungen. Ein Fachlabor kann den Befall prüfen. Eine frühzeitige Erkennung des Befalls ist entscheidend, da sich der Schaden über Monate oder Jahre hinweg ausbreiten kann, ohne dass er sofort sichtbar wird. Einmal im Haus wird man die Holzinsekten von alleine meistens nicht mehr los.
Holzinsekten erkennen
Zur Bekämpfung von holzzerstörenden Insekten ist eine gezielte Sanierung notwendig. In vielen Fällen müssen betroffene Holzbauteile ausgetauscht oder professionell behandelt werden. Insbesondere bei einem starken Befall ist eine Bekämpfung mit Insektiziden oder die Verwendung von speziellen Wärmebehandlungen notwendig, um die Insekten abzutöten. In schwerwiegenden Fällen kann ein komplettes Auswechseln der betroffenen Holzbauteile erforderlich sein.
Wie bei Holzpilzen gilt auch für Insekten: Prävention ist der beste Schutz. Eine regelmäßige Inspektion der Holzstrukturen und die Beseitigung von Feuchtigkeitsquellen sind entscheidend, um einem Befall vorzubeugen. Wer die Schwachstellen im Gebäude frühzeitig erkennt und richtig handelt, kann Holzzerstörer in Schach halten und teure Sanierungsmaßnahmen vermeiden.
Kontaktieren Sie uns, wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihre Holzbauteile von Insekten befallen sein könnten. Mit einer professionellen Analyse und gezielten Sanierungsmaßnahmen können wir Ihnen helfen, das Problem schnell und effizient zu lösen. Sollten Sie Brennholz für Ihre Heizung oder Ihren Kamin verwenden prüfen Sie das Holz bevor Sie es in Ihre Wohnung holen darauf, ob es Bohrlöcher gibt, die wenige Millimeter im Durchmesser breit sind oder ob sie plötzlich Bohrmehl sehen. Beides sollte ein Warnzeichen sein, das Holz nicht einfach im Haus zu lagern.
Holzpilze identifizieren
Der Echte Hausschwamm (Serpula lacrymans) ist einer der bekanntesten und gefährlichsten Holzpilze. Dieser Pilz kann nicht nur Holz, sondern auch anorganische Materialien wie Mauern durchwachsen. Er bildet ein dichte Oberflächenmyzel, das ihn vor Austrocknung schützt. In einer Art „Trockenstarre“ kann er lange Zeit im trockenen Holz überdauern, bis die Bedingungen wieder feucht genug sind, um weiter zu wachsen. Wenn der Echte Hausschwamm nachgewiesen wird, sind umfassendere Sanierungsmaßnahmen erforderlich. Hierfür wurde eine spezielle VDI-Richtlinie entwickelt, die eine großzügige Sanierung um den betroffenen Bereich vorsieht.
Die genaue Identifikation des Holzzerstörers erfolgt durch eine Laboruntersuchung. Verdächtige Proben können Sie problemlos in unserem Labor analysieren lassen. Verpacken Sie die Probe dazu in Zeitungspapier und Alufolie – vermeiden Sie Plastiktüten oder Luftpolsterfolie, da die Feuchtigkeit in der Probe sonst nicht richtig verdampfen kann und die Auswertung erschwert wird. Wir führen die Untersuchung schnell durch und senden Ihnen im Anschluss einen detaillierten Prüfbericht zu. Dieser hilft Ihnen, die nächsten Schritte zu planen und sicherzustellen, dass die richtigen Sanierungsmaßnahmen eingeleitet werden.
Bei Fragen zur Probennahme oder dem Ablauf der Untersuchung stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.