Schimmel in der Wohnung

Man kann selbst schon eine Menge tun, um Schimmel in der Wohnung zu vermeiden. Dazu gehört z.B.  auf eine mäßige Feuchteentwicklung im Raum zu achten und angemessen zu Heizen. Entsteht trotzdem Schimmel, vielleicht auch durch andere Ursachen, ist es das Wichtigste erst einmal die Ursache der Feuchtigkeit zu finden, die für den Schimmel in der Wohnung ursächlich ist. Tritt Schimmel in einem gemieteten Objekt auf, informieren Sie umgehend Ihren Vermieter, darüber haben wir in einem anderen Beitrag bereits berichtet.

Der Schimmel in der Wohnung muss so schnell wie möglich vollständig entfernt werden. Bei einem kleinflächigem Befall kann man unter Umständen die Schimmelentfernung selbst durchühren. Ratsam sind dabei auf alle Fälle Handschuze, ein Mundschutz und ggf. noch ein Feinstaubfilter der Kategorie P2. Darüber hinaus sollte eine Schutzbrille getragen werden, um die Augen zu schützen und wenn möglich ein Einweg-Overall. So können Sie, gut geschützt kleine Flächen von ca. 20 x 20 cm selbst mit Brennspiritus entfernen. Auch mit dem Brennspiritus ist vorsichtig umzugehen, keine Funkenbildung etc.

Glatte Flächen die nicht porös sind können abgewischt werden. Poröses Material, also rauhe Oberflächen, können auf diese Weise schlecht gereinigt werden vom Schimmel. Da hilft dann oft nur noch die Entsorgung. Polster sind schwer zu reinigen. Textilien können evtl. in der Waschmaschine von Schimmel gereinigt werden. Allerdings gibt der Schimmel häufig nach dem Waschen Flecken auf den Textilien. Bei einem größeren Befall muss eine Fachfirma ran.

Schimmelpilzsporen sind immer in unserer Umgebung. Zum Problem werden sie erst, wenn sie auf feuchte Flächen treffen, die ihnen auch noch eine ausreichende Nährstoffquelle bieten. Lüftet man beispielsweise im Sommer bei warmen Außentemperaturen den Keller, kommt warme Luft herein. Sie bringt Feuchtigkeit mit, die an den kühlen Kellerwänden kondensiert. Kellerlüften an warmen Sommertagen ist also nicht ratsam, um die Schimmelbildung zu vermeiden.

Auch durch ein „normales“ Wohnverhalten ist es möglich, mehrere Liter Feuchtigeit an den Wohnraum abzugeben. Kochen, Duschen, Wäsche trocknen, Atmen und Schwitzen, all das bringt Feuchtigkeit in den Raum. Die wieder „hinaus gelüftet“ werden muss. Man sollte darauf achten, dass ein Richtwert von ca. 60 % im Raum nicht überschritten wird. Dazu muss auch noch die Temperatur im Raum angemessen sein. Kalte Luft nimmt weniger Feuchtigkeit auf als warme. Wiederum kann es so zur Kondensation von Feuchte an den Wänden und Oberflächen führen, was zur Schimmelbildung führen kann.

Zur Vermeidung von Schimmel in der Wohnung sollten Möbelstücke auch nicht direkt an Außenwänden stehen. Zur besseren Durchlüftung an der Rückseite der Möbel sollten diese etwas von der Wand weggerutscht werden. Wer all diese Punkte beachtet hat schon einmal eine Menge dafür getan, Schimmel in der Wohnung die Grundlage zu entziehen. Tauchen doch irgendwo Flecken auf, die einem komisch vorkommen, kann man mit einem handelsüblichen Tesastreifen (klar und transparent) eine kleine Probe nehmen und diese für kleines Geld, im Vergleich zur Bestellung eines Sachverständigen, im Labor untersuchen lassen.

2020-08-29T17:33:10+00:0020. Juli 2020|